Thomas Hobbes

Am 5.4.1588 erblickt im südwestlichen Wiltshire, England, Thomas Hobbes das Licht der Welt. Bereits im Alter von vier konnte er lesen, schreiben sowie rechnen. Mit 14 Jahren nimmt er das Studium der Physik und der Logik an der altehrwürdigen Oxford-Universität auf. 1608 erhielt er seinen Bachelor-Abschluss. Danach nahm Hobbes eine Anstellung als Tutor der Adelsfamilie Cavendish an. Zudem arbeitete er 1621 kurze Zeit als Sekretär für den Philosophen und Naturwissenschaftler Francis Bacon.

Mit einem seiner Schützlinge unternahm Thomas Hobbes 1634 eine ausgedehnte Europareise. Dabei begegnete er einflussreichen Personen wie Rene Descartes oder Galileo Galilei. 1940 wurde Hobbes, auf Grund von Streitigkeiten zwischen König und Parlament, ins Exil nach Frankreich verwiesen. Elf Jahre später kehrte er nach England zurück. Er setzte seine Studien fort und verfasste mehrere Werke, mit denen er versuchte Einfluss auf die Politik zu nehmen. Bis zu seinem Tod am 4.12.1679 konnte Thomas Hobbes in gesicherten Verhältnissen bei der adligen Familie Cavendish leben.

Die Philosophie des Thomas Hobbes

Da das Leben Hobbes seit 1618 nahezu durchgehend von politischen Unruhen (bis 1648 Dreißigjähriger Krieg, 1649 Tod Karl I., Militärdiktatur 1653-1658) bestimmt wurde, entwickelte er eine relativ negative Einstellung gegenüber Menschen. Für ihn gibt es keinen Unterschied zwischen Menschen und anderen Organismen. Das Ziel des Menschen sei seine eigene Selbsterhaltung. Darauf sind alle seine getätigten Handlungen ausgerichtet.

Weiterhin besteht beim Menschen ein Verlangen nach Ansehen und Ruhm. So entsteht ein Misstrauen unter den Menschen, was zu den Ursachen (Machtkonkurrenz, Misstrauen, Ruhmsucht) von Konflikten führt. Dadurch ist jeder Mensch untereinander verfeindet (“Homo homini lupus”).

Thomas Hobbes

Thomas Hobbes gilt als einer der ersten Vordenker, der sich für die Menschenrechte stark machte.

Wirken

Thomas Hobbes gilt als einer der ersten Vordenker, der sich für die Menschenrechte stark machte. In seinem Denken und in seinen Schriften lassen sich erste utilitaristische Tendenzen feststellen. Thomas Hobbes entwickelte darin eine grundlegende ethische Ansichtsweise. Diese besagt, dass richtiges Verhalten eines Menschen, das eigene Wohl fördert. Daraus entwickelt sich ein Moralkodex, der somit das Wohlbefinden jedes Menschen begünstigen würde.

Der Grundgedanke des Utilitarismus greift dies auf: „Handle so, dass die Folgen deiner Handlung bzw. Handlungsregeln für das Wohlergehen aller Betroffenen optimal sind.“ Dieser Satz erinnert zusätzlich an die Goldene Regel der Ethik. Auch in der Teleologie wird Thomas Hobbes Gedanke verwendet. In dieser Lehre heißt es, dass alle menschlichen Handlungen zweckorientiert erfolgen.

Werke

– Elements of Law ( 1640 )
– De Cive ( 1642 )
– Leviathan ( 1651 )
– De Corpore ( 1655 )
– De Homine (1658)

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